Über das Projekt

Baustellen-Radar sammelt Baustellen, Vollsperrungen und Verkehrsbehinderungen aus den offenen Daten von Bund, Ländern und einzelnen Städten und zeigt sie auf einer Karte. Derzeit sind das 20.559 Meldungen, davon 9.841 Vollsperrungen. Die Seite ist kostenlos, verlangt keine Anmeldung und setzt keine Cookies.

Deutschland hat keine zentrale Meldestelle

Das ist der Grund, warum es diese Seite gibt, und zugleich ihre größte Einschränkung. Anders als etwa Tschechien mit seinem landesweiten Verkehrsinformationssystem gibt es hier keinen einzelnen amtlichen Datenstrom für Straßensperrungen. Was es gibt, ist eine Schnittstelle des Bundes für die Autobahnen und ein Flickenteppich aus Landes- und Kommunaldiensten.

Wie viel von einem Bundesland hier sichtbar ist, hängt deshalb davon ab, was dieses Land veröffentlicht — nicht davon, wie viel dort gebaut wird.

Wo die Abdeckung dünn ist

9 Länder mit zusammen rund 41 von 84 Millionen Einwohnern veröffentlichen offene Daten für ihr gesamtes Straßennetz — bis hinunter zu Kreis- und Gemeindestraßen. Für die übrigen 7 sind die Bundesautobahnen vollständig, darunter sehen wir aktuelle Störungen, aber keinen amtlichen Bauplan für die kommenden Monate.

9 Länder: landesweit

Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Berlin, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern

7 Länder: Autobahn + Störungen

Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Saarland, Bremen

In der zweiten Gruppe gibt es vier Ausnahmen: München, Köln, Dortmund, Aachen, Bochum, Münster, Frankfurt am Main veröffentlichen ihre Baustellen selbst, und ihre Daten sind hier vollständig enthalten.

Eine leere Stelle auf dieser Karte bedeutet also nicht zwingend eine freie Straße. Das steht hier, weil eine Sperrungskarte, die einen Fahrer das Gegenteil glauben lässt, genau die eine Sache falsch macht, für die es sie gibt.

Die Quellen, einzeln genannt

Die Lizenzen dieser Daten — dl-de/by-2.0 und CC-BY — verlangen die Nennung der Quelle. Deshalb steht sie an jeder einzelnen Meldung und nicht nur pauschal hier.

  • Autobahn GmbH des BundesBundesautobahnen, alle 16 Länder
  • Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (GDI-SH)zugleich für Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern
  • MobiData BW / NVBWBaden-Württemberg bis hinunter zu Kreisstraßen
  • Ministerium für Wirtschaft und Verkehr Rheinland-Pfalz (Mobilitätsatlas)zugleich für Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe
  • Landesamt für Straßenbau und Verkehr Sachsen (SPERRINFOSYS)Sachsen bis hinunter zu Gemeindestraßen
  • Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg / LGBBundes-, Landes- und Kreisstraßen in Brandenburg
  • Verkehrsinformationszentrale Berlin
  • Städte München, Köln, Aachen, Rostock, Frankfurt am Main, Bochum, Dortmund, Hamburg, Stuttgart und Münsterkommunale Baustellendaten
  • TomTom Trafficaktuelle Störungen in Ballungsräumen ohne Landesfeed

Daten aufbereitet von Baustellen-Radar auf Basis offener Daten. Es handelt sich nicht um eine amtliche Veröffentlichung dieser Stellen.

Wie oft aktualisiert wird

Die offenen Quellen werden alle 15 Minuten abgefragt, die ergänzenden Verkehrsmeldungen alle sechs Stunden. Abgelaufene Meldungen verschwinden automatisch — ein Datensatz, dessen Ende in der Vergangenheit liegt, wird nicht mehr angezeigt, auch wenn die Behörde ihn weiter ausliefert. Bei einem Landesportal betrifft das den größten Teil der Rohdaten.

Sollte die Aktualisierung einmal ausfallen, sagt die Seite das. Sie zeigt dann nicht einfach weiter alte Daten, als wären sie aktuell.

Was diese Seite nicht ist

Keine amtliche Auskunft und keine Rechtsgrundlage. Baustellen enden früher oder dauern länger als gemeldet, und keine Behörde meldet jede kurzfristige Änderung am selben Tag. Maßgeblich ist immer die Beschilderung vor Ort.

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